OpenCultures am Campus-Nord – Eröffnung des temporären Klimagartens

Schilfgarten wurde Mitte April aufgebaut
  • 24. April 2026
  • 2 min. Lesezeit
SchilfbeckenSchilfbecken
© OpenCultures

Der TU-Campus Nord ist durch eine hohe klimatische Belastung, stark versiegelte Flächen, mangelnde Verschattung, wenige kühle Aufenthaltsorte, sowie fehlende Sitz- und Versorgungsangebote geprägt – Herausforderungen, die exemplarisch für viele urbane Räume stehen. Gleichzeitig bietet er als Transformationsraum großes Potenzial, klimasensible Formen der Freiraumgestaltung zu testen.

Diese klimatischen und sozialräumlichen Herausforderungen zu beforschen, macht sich das SubLab OpenPlanning des Klimazukunftslabors OpenCultures zum Ziel. Im temporären Schilfgarten, der über die restliche Projektlaufzeit am Campus-Nord zu finden ist, werden naturbasierte Lösungen mit Ansätzen des Stadtmachens verknüpft.

Dabei geht es nicht nur professionell geplante Eingriffe, sondern insbesondere auch niedrigschwellige, gemeinschaftlich erprobte Praktiken, die von verschiedenen Akteur*innen – wie Studierenden, Besucher*innen oder Mitarbeitenden, angeeignet und weiterentwickelt werden können.

Aus wieder- und weiterverwendeten Materialien entsteht ein schattiges Schilfbecken, ein kühlendes Bassin. Regenwasser wird gesammelt, Bäume spenden Schatten, umliegende Sitzgelegenheiten und Verschattungselemente laden zum Verweilen ein. Im Klimagarten werden die Etablierung der Pflanzengemeinschaft über die Zeit sowie das Mikroklima beforscht. Durch gezielte Veranstaltungen für und mit Akteur*innen am Campus sollen gemeinsam Strategien für den Raum, seine Nutzung und Ausgestaltung in Kombination mit klimasensiblen räumlichen Lösungen erarbeitet werden. So wird der Schilfgarten zu einem Freiraum zum Lernen, zum Verlernen, zum Kennenlernen ­– ein Ort, an dem sich Dichotomien wie Natur-Kultur, Wissenschaft-Praxis, Lehrende-Lernende auflösen und neu verhandelt werden.

Der Schilfgarten wurde Mitte April 2026 am Campus-Nord Bienroder Weg gegenüber des Hörsaalgebäudes aufgebaut. Er darf bis Ende 2029 vor Ort bleiben und weiterentwickelt werden. Das OpenPlanning-Team hat das Projekt konzipiert, doch ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer*innen wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen.

Einladung zum Soft Opening
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am 18. Mai ab 16 Uhr zum Soft Opening vorbeizukommen. Wer darüber hinaus mitwirken möchte – etwa durch eigene Kultur-, Wissenschafts- oder Lehrveranstaltungen – kann sich über die Sandkasten-Plattform beim Projektteam melden, um mehr zu erfahren und aktiv Teil des Projekts zu werden.

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