
Gemeinsame Pressemitteilung des Zentrums Klimaforschung Niedersachsen und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung:
Braunschweig, 3. Juni 2026 – Wie kann die sozial-ökologische Transformation gerecht gestaltet werden? Welche Wege führen zu gesellschaftlicher Akzeptanz von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen? Und wie lassen sich soziale Ungleichheiten im Zuge des Klimawandels verringern? Mit der neuen Förderausschreibung „Klimawandel, Gerechtigkeit, Gesellschaft: Just Transition“ sucht das Zentrum Klimaforschung Niedersachsen (ZKfN) ein neues standortübergreifendes Klima.Zukunftslabor, das ab Sommer 2027 seine Arbeit aufnehmen soll. Anträge auf Förderung können ab sofort eingereicht werden.
„Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft gelingt nur, wenn sie alle mitnimmt. Klimaschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein, auch kleine und mittlere Einkommen müssen sich den Ausstieg aus fossilen Energien leisten können. Genau hier setzt die Ausschreibung an: Sie bringt Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die das Klima schützen, soziale Ungleichheiten verringern und breite Akzeptanz schaffen“, so Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur.
Im Mittelpunkt der Ausschreibung steht das Konzept der „Just Transition“ – also einer sozial gerechten Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft. Gefördert wird ein inter- und transdisziplinärer Forschungsverbund, welcher gemeinsam mit Praxispartner*innen aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft konkrete Strategien, Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze entwickelt und erprobt. Die Ausschreibung ist thematisch bewusst breit angelegt. Mögliche Forschungsschwerpunkte reichen von Arbeitsmarkt und Bildung über soziale Gerechtigkeit und regionale Entwicklung bis hin zu kommunaler Handlungsfähigkeit oder kulturellen und ethischen Fragen gesellschaftlicher Transformation.
Eingeladen sind Wissenschaftler*innen unterschiedlichster Fachrichtungen – etwa aus den Transformations-, Sozial-, Wirtschafts-, Gesellschafts-, Rechts-, Nachhaltigkeits-, Natur- oder Ingenieurwissenschaften –, sich mit transdisziplinären Projektanträgen zu bewerben. Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit nicht-wissenschaftlichen Partnerinstitutionen sowie auf Formate des Wissenstransfers und der Wissenschaftskommunikation gelegt. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteur*innen in konkrete Anwendungen und Transformationsprozesse zu überführen.
Antragsberechtigt sind Forschungsverbünde aus mindestens zwei wissenschaftlichen Einrichtungen in Niedersachsen in Kooperation mit mindestens einer nicht-wissenschaftlichen Partnerinstitution. Externe wissenschaftliche Partner*innen sowie internationale Kooperationen sind ausdrücklich erwünscht. Gefördert wird das Klima.Zukunftslabor mit bis zu fünf Millionen Euro aus dem Programm zukunft.niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung. Der Förderzeitraum beträgt bis zu sechs Jahre. Die Antragsfrist endet am 03. November 2026.
Kick-off-Event für interessierte Bewerber*innen
Die ZKfN-Geschäftsstelle bietet am 16. Juni 2026 von 11 bis 13 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung zum Start der Bewerbungsphase an. Interessierte Wissenschaftler*innen erhalten dort die Möglichkeit, Fragen zur Ausschreibung zu stellen und sich mit potenziellen Partner*innen zu vernetzen, um die Konsortienbildung zu unterstützen. Eine weitere Informationsveranstaltung im Juli ist geplant. Informationen zur Anmeldung werden zeitnah auf der Website des ZKfN veröffentlicht.
Über zukunft.niedersachsen
zukunft.niedersachsen ist das größte Förderprogramm für Wissenschaft in der Geschichte des Landes Niedersachsen. Das Ziel des gemeinsamen Programms vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung: Niedersachsen im nationalen und internationalen Wettbewerb der Wissenschaft stärken. Das Förderprogramm zukunft.niedersachsen finanziert die VolkswagenStiftung v. a. aus den jährlichen Dividendenzahlungen auf die 30,2 Mio. Stammaktien der Volkswagen AG im Besitz des Landes Niedersachsen. Im Berichtsjahr 2025 standen für zukunft.niedersachsen insgesamt 202 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen zu „zukunft.niedersachsen“ finden sich hier.
Über das ZKfN
Das Zentrum Klimaforschung Niedersachsen (ZKfN) vernetzt Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, um inter- und transdisziplinäre Lösungen für eine sichere und gerechte Klimazukunft zu entwickeln. Es stärkt die Klima- sowie die Klimafolgenforschung in Niedersachsen und fördert den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis.
Zur Förderausschreibung
Die Ausschreibung zur Förderung des Klima.Zukunftlabors finden Sie auf der Website von zukunft.niedersachsen unter: https://zukunft.niedersachsen.de/foerderangebot/climate-future-labs/
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